Samstag, 7. Februar 2009

Di., 10.2. ab 18:30h: Nachbarschaftsvollversammlung „SO36 gegen Mieterhöhung“

Die Mieten in S036 steigen immer schneller, immer weniger Geld bleibt zum Leben übrig, immer mehr Leute müssen deshalb wegziehen. Es sollte aber niemand wegziehen müssen! Wie können wir uns wehren? Wir wollen uns diesmal zum siebten Mal treffen, um weitere gemeinsame Schritte zu überlegen. Erste Ideen haben wir schon. Kommt zum Treffen und bringt eure Ideen mit!

Dienstag, 10.2.09 ab 18:30 Uhr.

Treffort ist der Nachbarschaftsladen Kotti e.V. in der Adalbertstr. 95a neben dem Kreuzbergmuseum am Kotti.

Weitere Infos: http://36-gegen-mieterhoehung.blogspot.com

Dienstag, 3. Februar 2009

Istanbul gegen die Wand? - Städtische Konflikte, ... (6.2. im Ballhaus Naunynstr.)

metroZones.SALOON 2
Freitag, 6. Februar 2009 // 20 Uhr, im Ballhaus Naunynstraße

metroZones lädt ein zur Diskussion
Istanbul gegen die Wand ? - Städtische Konflikte, counter spaces, transnationale Netzwerke

mit Pelin Tan
Soziologin, Vertreterin des Netzwerkes „Sulukule Platform“ (Istanbul), Gastprofessorin Akademie der bildenden Künste Nürnberg und Autorin zahlreicher Beiträge zum Verhältnis von Raum, Stadtpolitik und Kunstpraktiken

Orhan Esen
Historiker, Autor und Stadtführer (Istanbul), u.a. Mitherausgeber des Buches Self Service City: Istanbul,

und Vertreter/inn/en des Forums Berlin Istanbul

Im Frühjahr 2008 gingen Nachrichten über Zwangsräumungen und den Abriss des Istanbuler Stadtteils Sulukule durch die internationalen Medien. Heute ist ein Großteil des historischen Roma-Viertels – trotz breiten Widerstands und weltweiter Proteste – zerstört. Die bestehenden Pläne für Parkplätze, Shopping Malls und Luxuswohnungen im „osmanischen Stil“ scheinen endgültig realisiert zu werden.

Sulukule ist in Istanbul nur eines von vielen Beispielen für aktuelle (neoliberale) Umstrukturierungsprozesse. Diese treffen sowohl innerstädtische Quartiere als auch Gecekondu-Viertel, die ursprünglich an der städtischen Peripherie im Selbstbau entstanden sind. Auch in Tarlabası, einem Migrantenviertel in unmittelbarer Nähe des kosmopolitanen Vergnügungsviertel rund um den Taksimplatz, drohen Gentrifizierungsprozesse und massive Mieterhöhungen einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zu vertreiben.

Auch wenn die Situation in Istanbul durch spezifische Bedingungen geprägt ist – großmaßstäbliche Masterpläne für die Metropole, neue Stadtentwicklungsgesetze sowie besondere lokale Akteurskonstellationen _ , erscheint es sinnvoll, nach Parallelen zu Auseinandersetzungen um aktuelle Verdrängungs- und Aufwertungsstrategien in Berlin zu fragen.

Wir möchten in der Veranstaltung metroZones.SALOON 2 über aktuelle urbane Konflikte in Istanbul, über Erfahrungen des (lokalen) Widerstandes und die Möglichkeiten auch transnationaler Unterstützungsnetzwerke diskutieren.

Welche Formen der kritischen Intervention gibt es bzw. hat es in Istanbul gegen städtische Umstrukturierungspläne gegeben? Welches sind zentrale Handelnde und Bündnisse? Wie werden hierbei die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Istanbuler Bevölkerung repräsentiert?

Was sind überhaupt urbane counter spaces, und welche Bedeutung haben sie über die lokalen Konflikte hinaus? Welche Öffentlichkeiten werden angesprochen und hergestellt? Welche Formen, Ziele und Foren der transnationalen Vernetzung sind vorstellbar?

Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstr. 27, 10997 Berlin-Kreuzberg, U1 u. U8 Kottbusser Tor

metroZones e.V.* hat sich als unabhängiger Verein mit dem Ziel gegründet, an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Politik unterschiedliche Ansätze von Forschung, Wissensproduktion, kulturellen Praxen und städtischen Interventionen/Bewegungen zu thematisieren und zusammenzubringen. Dabei setzen wir auf internationale, interdisziplinäre und institutionelle Kooperationen.

* Jochen Becker, Britta Grell, Anne Huffschmid, Stephan Lanz, Oliver Pohlisch, Katja Reichard, Erwin Riedmann, Kathrin Wildner

Kontakt: metroZones [at] gmx.net

Istanbul gegen die Wand? ist eine gemeinsame Veranstaltung von metroZones und dem Ballhaus Naunynstrasse www.ballahausnaunynstrasse.de

Montag, 2. Februar 2009

Tipps und Links gegen Mieterhöhung

Hier gibts (noch relativ wenig) Links zu Tipps, was bei drohenden Mieterhöhungen getan werden kann.

Falls Ihr interessante weitere Links findet, fügt sie doch bitte mit der Kommentar-Funktion an. Wir schauen dann, sie sobald als möglich in die Linkliste aufzunehmen.
  • Tipps von A-Z der Berliner Mietergemeinschaft zu "Mieterhöhung": http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps/mieterhoehung/index.html (als PDF).
  • Tipps von A-Z der Berliner Mietergemeinschaft mit sehr verschiedenen Schwerpunkten rund um Miete und Wohnen: http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps/
  •  Infoschriften der Berliner Mietergemeinschaft befassen sich mit den wichtigsten mietrechtlichen Problemen und bieten neben einem umfassenden Einblick in die Thematik auch die passenden Lösungsansätze. Mietrecht verständlich gemacht
  •  Urteile zum Mietrecht-Die Berliner Mietergemeinschaft  hat mehrere hundert Urteile zu mietrechtlichen Themen  gesammelt und aufgearbeitet. Mensch kann ganz einfach und bequem nach bestimmten Urteilen suchen oder in allen Urteilen (nach Kategorien) stöbern.

Sonntag, 1. Februar 2009

Terminhinweis: Kampagne gegen steigende Mieten - Treffen am 03.02.09, 19 Uhr

Im letzten Jahr hat das Thema "Mieten" erstmals seit langem Menschen auf die Straße gebracht. Ende November demonstrierten etwa 1.500 Leute gegen die Mietensituation in der Stadt. Das Problem ist mittlerweile offensichtlich: explosionsartig steigende Mieten, als Ausdruck der kapitalistischen Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt, bedeuten für viele Mieter_innen eine enorme Belastung und führen bereits umfassend zur Verdrängung von Menschen mit geringen Einkommen aus den meisten Innenstadt-Bezirken. Das Thema Mieten fügt sich dabei ein in die laufende Debatte um die Entwicklung der Stadt (Gentrification, MediaSpree...).

Das öffentliche Interesse an der Demonstration und die Instrumentalisierungsversuche von Parteipolitiker_innen haben gezeigt, dass wir ein wichtiges und brisantes Thema angesprochen haben. Dabei ist klar, dass durch eine einzige Demonstration kein Mietenstopp erzwungen werden kann. Daher wollen wir weiter machen und den Druck auf die Verantwortlichen intensivieren. Außerdem wollen wir das Thema Mieten nicht irgendwelchen Parteiakteuren überlassen. Wir wünschen uns eine berlinweite Kampagne gegen steigende Mieten, Verdrängung und Stadtumstrukturierung.

Wir wollen mit möglichst vielen über die steigenden Mieten und die Folgen für die betroffenen Menschen, vor allem aber auch über Möglichkeiten und Strategien des Widerstands diskutieren. Eine Großdemonstration im Sommer, Straßentheater, direkte Unterstützung von Betroffenen, Plakataktionen, Kiezspaziergänge, Protest gegen Privatisierung...auf viele Arten ist es möglich, gegen die steigenden Mieten aktiv zu werden.

Wir laden Euch also zum Auftakttreffen der Kampagne gegen steigende Mieten 2009 ein: am Dienstag, den 03.02.09 um 19h, im NewYorck, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2, 10997 Kreuzberg.

Bei Rückfragen: spreepiratinnen (at) gmx.net
Mehr Infos unter: http://www.kreuzberg-info.de