Donnerstag, 2. Oktober 2008

Vorbereitungstreffen am 7.10.08: "Schluß mit den steigenden Mieten in Kreuzberg, Neukölln und überall!"

+++ Demonstration Herbst 2008: Schluß mit den steigenden Mieten in Kreuzberg, Neukölln und überall! Billige Mieten statt hohe Profite für die Hausbesitzer_innen! Verdrängung, Ausgrenzung, Stadtumstrukturierung stoppen! Bezahlbare und gute Wohnungen für alle statt Luxuslofts für wenige! MediaSpree versenken - CarLofts begraben! +++

Seit Jahren steigen in Kreuzberg 36 die Mieten, in den letzten Jahren hat diese Entwicklung dramatisch zugenommen. Menschen mit geringen Einkommen werden durch die steigenden Mieten systematisch aus bestimmen Stadtvierteln verdrängt, etwa dem Reichenberger Kiez. Diejenigen, die bleiben, müssen immer mehr Geld für die Miete aufbringen.

Mit den steigenden Mieten verändert sich auch die Stadt. Am Beispiel Kreuzberg 36: während in der Reichenberger Straße kameragesicherte Luxuslofts mit Autoparkplatz und Garten auf jeder Etage gebaut werden, kommt es im Umkreis verstärkt zu Schikanen von Polizei und Ordnungsamt gegen sogenannte "Randgruppen". Am Kottbusser Tor soll demnächst sogar die neueste Videoüberwachungstechnik inklusive automatischer Gesichtserkennung eingeführt werden.

Während die Mieten in Kreuzberg und Berlin ständig steigen, klafft gleichzeitig die Schere zwischen arm und reich ständig weiter auseinander. Und während der Senat locker mal über 40 Millionen Euro zur Verfügung stellt, um die Profite der an "MediaSpree" und der O2-Halle beteiligten Konzerne zu sichern, werden die einfachen Menschen mit ihren Problemen alleinegelassen, müssen selbst sehen, wie sie im Alltag mit Hartz IV oder Armutslöhnen überleben.

Ziemlich viele Menschen in Kreuzberg und ganz Berlin sind ziemlich sauer über diese Zustände und die aktulle Entwicklung. Der Widerstand gegen die ständig steigenden Mieten nimmt zu, es bilden sich verstärkt lokale Zusammenhänge, um sich gegenseitig zu informieren und Widerstand zu organisieren. Wir finden es wichtig, daß der Widerstand auch auf der Straße unübersehbar sichtbar ist.

Deswegen möchten wir gerne noch im Herbst dieses Jahres, etwa Ende November, eine Demonstration gegen steigende Mieten, Gentrification, Umstrukturierung und Verdrängung veranstalten. Ein Schwerpunkt der Demo oll Kreuzberg 36 sein. Am Beispiel Kreuzberg 36 können wir derzeit typisch sehen, was Gentrification bedeutet, hier spiegelt sich eine Entwicklung, die weit über Kreuzberg hinaus viele Menschen betrifft. Aber etwa auch Nord-Neukölln ist massiv betroffen, es wäre schön, wenn es eine enge Zusammenarbeit über Bezirksgrenzen hinaus gäbe. Ständig steigende Mieten, zunehmende Ausgrenzung und Verdrängung? Nicht mit uns!

Zur Vorbereitung der Demonstration möchten wir alle interessierten Menschen und Gruppen zu einem ersten Treffen einladen. Das Treffen findet statt am

Dienstag, den 07.10.08, 19 Uhr im Stadtteilbüro in der NewYorck,
Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz.

Wenn Menschen oder Gruppen sich gerne einbringen wollen, aber an diesem Termin nicht können, freuen wir uns über eine Nachricht an spreepiratinnen@gmx.net.

Übrigens: am 14.10. soll das Haus Reichenberger Str. 114, direkt gegenüber den "Carlofts", versteigert werden. Auch hier denken Kaufinteressenten laut über den Bau von Loftwohnungen nach. Die Bewohner_innen fürchten Verdrängung und haben Widerstand angekündigt.
Vielleicht können wir den Termin am Dienstag auch nutzen, um zu überlegen, wie wir die Bewohner_innen der Reichenberger Str. 114 am Tag der Versteigerung und darüber hinaus unterstützen können.

AG Spreepirat_innen beim Initiativkreis MediaSpree versenken!

(internet: http://www.kreuzberg-info.de/pirati/)